Updates schließen 19 Jahre alte Sicherheitslücke in Remote-Tool OpenSSH | heise Security

Updates schließen 19 Jahre alte Sicherheitslücke in Remote-Tool OpenSSH


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23.08.2018 13:48 Uhr
Dennis Schirrmacher

Updates schließen 19 Jahre alte Sicherheitslücke in Remote-Tool OpenSSH

(Bild: geralt)

Verschiedene Software und Geräte mit OpenSSH sind verwundbar. Die Schwachstelle gilt aber nicht als kritisch.

In dem 1999 erschienen Fernzugriffs- und Dateiübertragungstool OpenSSH klafft seit Anbeginn eine Sicherheitslücke (CVE-2018-15473), die Sicherheitsforscher von Qualys nun entdeckt haben. Mittlerweile haben die Entwickler die Schwachstelle in den Versionen 1:6.7p1-1, 1:7.7p1-1 und 1:7.7p1-4 geschlossen, berichtet Qualys in einer Mailingliste.

OpenSSH ist weit verbreitet und kommt auf beispielsweise unzähligen Hosting-Servern und IoT-Geräten zum Einsatz. Flächendeckende Updates sind utopisch. Glücklicherweise gilt die Lücke nicht als kritisch. Verschiedener Proof-of-Concept-Code ist bereits im Umlauf. Ist eine Update-Installation nicht möglich, kann man alternativ die Public-Key-Authentication-Methode abschalten.

Auswirkungen

Durch das Ausnutzen der Lücke kann ein Angreifer aus der Ferne gültige Nutzernamen erraten. Dafür muss er lediglich präparierte Pakete an die verwundbare Public-Key-Authentication-Methode schicken. Existiert ein abgefragter Nutzer nicht, erhält der Angreifer eine Fehlermeldung. Gibt es den Account, schließt ein anfälliger OpenSSH-Server die Verbindung.

Mit gültigen Nutzernamen ausgerüstet könnte ein Angreifer versuchen, Passwörter via Brute-Force-Attacken zu erraten, um sich so Zugang zu verschaffen.

(des)

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