Apple-Lieferanten fürchten schwere Zeiten wegen iPhone-Schwäche in China | Mac & i

Zwei wichtige Zulieferer Apples sehen sich wegen der aktuellen iPhone-Krise von einer Geschäftseintrübung bedroht. Das berichtet der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei. Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) mit Sitz im taiwanischen Taipei, bei der Apple seine A-Chips für iPhone und iPad fertigen lässt, erwartet zwischen für das laufende Quartal einen Umsatzrückgang um 22 Prozent. Das japanische Unternehmen Nidec, einziger Lieferant des Vibrationsmotors für Apples Taptic Engine im iPhone, hat seine Prognose für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigiert und rechnet erstmals mit einem Rückgang bei Umsatz und Gewinn.

Markt in China schwächelt

“Außergewöhnliche Herausforderungen” seien das, so der Verwaltungsratsvorsitzende von Nidec, Shigenobu Nagamori, vor Journalisten. Hauptproblem ist dabei die Marktlage in China, wo die Nachfrage auch im Automobil- und Haushaltsgerätemarkt zurückgegangen sei. TSMC wiederum gilt als Weltbarometer für den Elektronikbereich – der weltgrößte Chipauftragsfertiger stellt nicht nur für Apple, sondern auch für Huawei, Qualcomm, Broadcom, AMD, Nvidia und andere her. Laut Nikkei sieht die Firmenleitung die Ursachen in den politischen Spannungen mit den USA, wirtschaftliche Unsicherheit und eine plötzlich fallende Nachfrage bei High-End-Smartphones.

Fertiger schraubt Produktion zurück

Unterdessen gibt es auch schlechte Nachrichten von Apples wichtigstem Fertigungsbetrieb in China, Foxconn. Das Unternehmen übernimmt die Endmontage großer Teile der iPhone-Produktion. Dort sollen laut Nikkei seit Oktober 50.000 Vertragsarbeiter entlassen worden sein, die sonst mehrere Monate länger beschäftigt würden.

Apple wächst weniger

Apple-Chef Tim Cook hatte im Januar die Umsatzprognose für das Weihnachtsquartal zurückgeschraubt und dafür vor allem den chinesischen Markt verantwortlich gemacht. Mittlerweile gibt es auch Berichte, laut denen Apple weniger neue Stellen schaffen will. Schlecht geht es dem Unternehmen allerdings keineswegs: Es wird zwar 2018 kein Rekordjahr feiern, in den letzten drei Monaten des Jahres sollen aber Umsätze von 84 Milliarden US-Dollar generiert worden sein. Geplant waren allerdings bis zu 93 Milliarden.

(bsc)

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