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Turnschuhe mit iPhone-Steuerung | Mac & i

Wer weder Schnürsenkel noch Klettverschlüsse an seinen Turnschuhen öffnen und schließen möchte, kann das mit einem besonderen paar Tretern aus dem Hause Nike künftig automatisiert per iPhone tun. Der Sportartikelkonzern hat mit dem Adapt BB nun ein Paar Basketball-Sneaker präsentiert, die sich nach dem Hineinschlüpfen auf Knopfdruck zusammenziehen, um dem Fuß Halt zu geben – ein bisschen wie dereinst in “Zurück in die Zukunft 2”.

Günstig, relativ gesprochen

Der Adapt BB ist nicht der erste Versuch von Nike – zwischenzeitlich gab es von der Firma Schuhe namens HyperAdapt 1.0 mit einer ähnlichen Mechanik, die allerdings in einer limitierten Edition für sage und schreibe 720 US-Dollar auf den Markt gekommen waren. Der Adapt BB ist mit geplanten 350 US-Dollar dagegen zumindest günstiger.

Die Schuhe funktionieren nach Angaben von Nike auch ohne iPhone: Steigt man in sie hinein, schließen sie sich dank Motor automatisch. Ein Knopf dient wiederum der Öffnung. Die kommende Nike-Adapt-App erlaubt dagegen zusätzlich eine genaue Justierung der Schließstärke – angedacht sind sogar Konfigurationsmöglichkeiten für verschiedene Phasen eines Basketballspiels, weil sich der Fuß durch Schweiß und sportliche Betätigung vergrößert. Auch Firmware-Updates für das sogenannte “FitAdapt”-System sind denkbar.

Turnschuhe passend zur Apple Watch Nike+

Verfügbar sein soll der Adapt BB ab Mitte Februar. Die verfügbaren US-Größen betragen 8 bis 15,5 beim Mann und bis zu 14 bei Frauen. Angaben zu Europreisen liegen uns noch nicht vor. Apple und Nike arbeiten schon seit längerem zusammen, so verkauft der iPhone-Konzern etwa seit Jahren eine Spezialedition seiner Apple Watch mit dem Namen Nike+. Apple-Gründer Steve Jobs hatte zum Nike-Chef ein gutes Verhältnis, was auch schon zu Zusatzhardware für den iPod führte, die dabei half, mit Nike-Turnschuhen ein Bewegungstracking durchzuführen.

Nike+ mit WLAN

Nike+ mit LTE

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(bsc)

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Apple-Lieferanten fürchten schwere Zeiten wegen iPhone-Schwäche in China | Mac & i

Zwei wichtige Zulieferer Apples sehen sich wegen der aktuellen iPhone-Krise von einer Geschäftseintrübung bedroht. Das berichtet der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei. Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) mit Sitz im taiwanischen Taipei, bei der Apple seine A-Chips für iPhone und iPad fertigen lässt, erwartet zwischen für das laufende Quartal einen Umsatzrückgang um 22 Prozent. Das japanische Unternehmen Nidec, einziger Lieferant des Vibrationsmotors für Apples Taptic Engine im iPhone, hat seine Prognose für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigiert und rechnet erstmals mit einem Rückgang bei Umsatz und Gewinn.

Markt in China schwächelt

“Außergewöhnliche Herausforderungen” seien das, so der Verwaltungsratsvorsitzende von Nidec, Shigenobu Nagamori, vor Journalisten. Hauptproblem ist dabei die Marktlage in China, wo die Nachfrage auch im Automobil- und Haushaltsgerätemarkt zurückgegangen sei. TSMC wiederum gilt als Weltbarometer für den Elektronikbereich – der weltgrößte Chipauftragsfertiger stellt nicht nur für Apple, sondern auch für Huawei, Qualcomm, Broadcom, AMD, Nvidia und andere her. Laut Nikkei sieht die Firmenleitung die Ursachen in den politischen Spannungen mit den USA, wirtschaftliche Unsicherheit und eine plötzlich fallende Nachfrage bei High-End-Smartphones.

Fertiger schraubt Produktion zurück

Unterdessen gibt es auch schlechte Nachrichten von Apples wichtigstem Fertigungsbetrieb in China, Foxconn. Das Unternehmen übernimmt die Endmontage großer Teile der iPhone-Produktion. Dort sollen laut Nikkei seit Oktober 50.000 Vertragsarbeiter entlassen worden sein, die sonst mehrere Monate länger beschäftigt würden.

Apple wächst weniger

Apple-Chef Tim Cook hatte im Januar die Umsatzprognose für das Weihnachtsquartal zurückgeschraubt und dafür vor allem den chinesischen Markt verantwortlich gemacht. Mittlerweile gibt es auch Berichte, laut denen Apple weniger neue Stellen schaffen will. Schlecht geht es dem Unternehmen allerdings keineswegs: Es wird zwar 2018 kein Rekordjahr feiern, in den letzten drei Monaten des Jahres sollen aber Umsätze von 84 Milliarden US-Dollar generiert worden sein. Geplant waren allerdings bis zu 93 Milliarden.

(bsc)

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Zahlen, bitte! Der Amiga heise online

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Der Amiga von Commodore war nicht nur Traum vieler Jugendlicher in den späten 80ern, sondern hat auch viele Kreative in Kunst und Musik beeinflusst.

Mit dem Amiga-Projekt hatte das Entwicklerteam um Jay Miner Anfang der 1980er große Ziele: Der 16-Bit-Computer sollte nicht weniger als die Grafik- und Rechenpower großer Workstations zu einem Bruchteil des Preises in den Consumer-Markt bringen. Anfangs noch primär als Spielekonsole geplant, kam nach dem Konsolen-Crash um den Atari 2600 im Jahr 1983 die Computerentwicklung zum Zuge.

Ein Amiga 500

Das neue Konzept klang so vielversprechend, dass sogar Apple-Entwickler Ron Nicholson Jr. angelockt wurde. Das führte zu einem Kuriosum: Seine Signatur tauchte 1984 in den Entwickler-Unterschriften des Mac 128k auf, die stolz in der Gehäuseinnenseite integriert wurden; aber auch beim Amiga 1985, als das Amiga-Team sich ebenfalls im Deckel seines Werkes verewigte, war Nicholson vertreten.

Zum Start konkurrenzlos

Am 23. Juli 1985 Tag wurde der Amiga 1000 von Commodore vorgestellt. Dank des MC68000-Hauptprozessors mit 7,16 MHz Taktfrequenz und 16-Bit-Architektur (Intern sogar 32-Bit) und 512 KByte Hauptspeicher. Damit war er nicht nur äußerst konkurrenzfähig, sondern dank der Custom-Chips, die Spezialaufgaben in Sachen Grafik und Sound übernahmen und damit den Hauptprozessor entlasteten, der Konkurrenz in Sachen Leistung weit voraus.

Der 1987 veröffentlichte Amiga 500 wiederum startete dann im Kinderzimmer durch und sollte in Deutschland vor allem das Weihnachtsgeschäft durcheinander wirbeln. Er entwickelte sich dadurch (mit 1 MByte Speicher durch eine Speichererweiterung) quasi zum Standard-Amiga. Zu den technischen Aspekten siehe den Artikel zum 30. Geburtstag des Amiga: 30 Jahre Amiga – Wir gratulieren!

Die Deckel-Unterseite des Amiga mit den Namen der Entwickler – blau markiert: Jay Miner, der Hund Mitchie, Ron Nicolson jr. [von oben nach unten]

Zeitreise zum Amiga – eine Spezialausgabe der #heiseshow

Die herausragenden Sound- und Grafikfähigkeiten begünstigten nicht nur die Spieleentwicklung – sondern mit diversen Programmen konnte jede*r mit dem Amiga kreativ werden. Endlich waren die Voraussetzungen für Homecomputer rundum gegeben: ein einfaches, intuitives Betriebssystem mit Maussteuerung und hervorragenden Grafik- und Soundfähigkeiten zum (spätestens mit dem Aufkommen des Amiga 500) bezahlbaren Preis.

Amiga und Pop

Obwohl der Atari ST, der große Amiga-Rivale, eigentlich mit seiner Midi-Schnittstelle die besseren Voraussetzungen besaß, beeinflusste der Amiga ebenfalls viele Musiker.

Pünktlich zum Start des Amiga 500 brachte 1987 ein Album mit dem klangvollen Namen “Inaxycvgtgb” Amiga-Tunes auf den Dancefloor. Veröffentlicht wurde es vom 16Bit, bestehend aus dem Duo Michael Münzing und Luca Anzilotti als Produzenten, die später mit SNAP! in den 90ern Erfolge feierten, und Sänger Sven Väth, der in der Folge als Techno-DJ Karriere machen sollte. Die Singleauskopplungen “Where are you” und “Changing Minds” hielten sich mehrere Wochen in den Charts.

Der Ultimate Soundtracker als wegweisende Software

Noch wegweisender war der Ultimate Soundtracker von Karsten Obarski. Er ließ sich durch Konzepte bekannter C64-Musiker inspirieren (wie z. B. von Rob Hubbard oder Chris Hülsbeck) und entwickelte sie weiter. Bei Tracker handelte es sich um Tools, mit denen man auch ohne große Programmierkünste Musikstücke durch das Ablegen von Samples auf virtuelle Tonspuren erzeugen konnte, die durch eine Zeitleiste abgefragt wurden. Das Prinzip ermöglichte zudem, neben der einfachen Bedienbarkeit, Tracks von hoher Soundqualität mit geringem Speicherhunger zu komponieren, da man nur einzelne Samples benötigte und diese durch Loops und nichtdestruktive Tonveränderungen mehrfach verwenden konnte.

In dieser Rubrik stellen wir immer dienstags verblüffende, beeindruckende, informative und witzige Zahlen aus den Bereichen IT, Wissenschaft, Wirtschaft und der Mathematik vor.

Zunächst als interne Software für eigene Spielprojekte entwickelt, veröffentlichte Obarski die Software 1988 als eigenes Produkt. Kommerziell war das Projekt kein großer Erfolg, da die Amiga-Szene durch Reverse-Engineering erweiterte Tracker (wie Noise Tracker, Star Tracker oder Protracker) als Freeware veröffentlichte. Das verdarb Obarski einerseits das Geschäft, andererseits sorgten die Tools aber für die Verbreitung des “Amigamod“-Formats als Standard. Viele Spieleentwickler schätzten diese effektive Form der Songkomposition. Aber auch viele Jugendliche wurden davon angesteckt, mit ein paar Samples eigene Songs zu schaffen.

Amiga-Mods als Charthits

Der deutsche Techno-DJ und Produzent Hardy Hard hat mit dem Track Silversurfer 1999 einen Techno-Hit geschafften, bzw. gecovert. Der Originalsound stammt nämlich aus dem Amigamod-Track Walkman – Beams of Light. Ob der eigentliche Komponist Tor Bernhard Gausen dafür entsprechend gewürdigt wurde, ist nicht überliefert.

Ein weiterer Hit unter Beteiligung eines Amiga 1200 war 2007 der Electropopsong Acceptable in the 80s vom schottischen DJ und Produzenten Calvin Harris.

Deluxe Paint als Quasi-Standard

Ganz so erfolgreich wie in der Musik war der Amiga in der digitalen Malerei nicht – und konnte doch einigen Einfluss erreichen. Immerhin schaffte es der Amiga auch ins Warhol-Museum: Mit dem fortlaufenden Projekt “Warhol and the Amiga” würdigt das Museum die Rolle des Rechners den letzten Jahren Warhols.

Ähnlich GraphiCraft, mit dem Pop Art-Künstler Andy Warhol bei der Weltpremiere die Grafikfähigkeiten des Amiga präsentierte, funktionierte Deluxe Paint, welches in der ersten Version noch 1985 erschien. Dieses Pixelmalprogramm entwickelte sich zum Quasi-Standard auf dem Amiga für digitales Malen und Zeichnen.

Da damals das Standardformat 320 × 256 bei 32 Farben war, lag der Schwerpunkt eher beim selbst pixeln als der Bildbearbeitung: Scanner existierten zwar, aber die Qualität ließ meist zu wünschen übrig.

Brushdatei als Piraten-Namenspate

Auch der Name Guybrush Threepwood, der leicht trottelige Piratenazubi im Lucasfim-Games’ Adventureklassiker “Monkey Island”, erhielt seinen Vornamen aus der Arbeit mit Deluxe Paint. Steve Purcell, der Zeichner der Figuren, speicherte den Piratenazubisprite schlicht als “Guy“ ab – mit dem Zusatz “brush“ um in als Pinsel zu markien. Mit dem Zusatz .bbm als Brushdatei wurde es zu “Guybrush.bbm“. Und der Blick über Wochen auf diese Datei sorgte für eine derartige Gewöhnung, dass der Name der Figur dann irgendwann feststand.

Nicht nur bei Spielegrafikern und Hobbykünstlern war es beliebt; mit “Move Your Feet“ von Junior Senior ist sogar ein ganzes Musikvideo im Format 90 × 72 kultig verpixelt worden. Das Video wurde 2002 veröffentlicht; produziert hatte das britische Künstlerkollektiv Shynola (die schon für Radiohead und Blur Videos gestalteten).

Deluxe Paint brachte neben der Spieleentwicklung auch viele Jugendliche zur Digitalkunst. Die zeitfressende Pixelei erzog einen auch dazu, regelmäßig abzuspeichern. Wohl fast jeder Deluxe-Paint-Künstler hat es schon mal erlebt, dass während einer stundenlangen Zeichnerei irgendein Problem einen Absturz verursachte; Murphy’s Gesetz gehorchend stets dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen konnte, weil man das Speichern vergaß. Der Amiga-Veteran Eric Schwartz, der für seine Animationen im Comic-Stil bekannt ist, thematisierte genau diesen Moment in einer Amiga-Animation.

Filmeffekte via Videotoaster

Apropos Video: Die guten Videofähigkeiten des Amiga blieben auch Filmschaffenden nicht verborgen. Die Firma NewTek bot in den USA seit 1989 die sogenannten “Video Toaster“ an, mit der man Videoeffekte und mit 3D-Renderings in das Videosignal einbinden konnte – und das für den Bruchteil eines Preises herkömmlicher Videohardware mit vergleichbaren Eigenschaften. Erst für die Rechner der gut erweiterbaren Amiga-Profilinie Amiga 2000 bis hin zum Amiga 4000 wurden in Nordamerika Hardware-Software-Kombinationen angeboten. Diese wurden z. B. in Steven Spielbergs Jurassic Park ein Bestandteil der Vorproduktion.

In SeaQuest DSV und Babylon 5 (zumindest am Anfang via Amiga) wurden bis zu 60 dieser Kombinationen für die Special Effects eingesetzt. Ein bekannter Mitarbeiter von New Tek ist bei Trekkies beliebt (wenn auch nicht unbedingt für den von ihm gespielten Charakter): Wil Wheaton, Bei Star Trek Next Generation ist Wheaton als Wesley Crusher in der Enterprise unterwegs, die Abscheu vor Wesley Crusher und die Auswirkungen auf Wheaton sind mittlerweile eine Art Running Gag in The Big Bang Theory..

Wheaton war Mitentwickler vom Videotoaster 4000. Sie war die letzte Version, die auf dem Amiga basierte, da sich NewTek aufgrund der absehbaren Commodore-Pleite 1994 auf Windows-PCs umorientierte. Neben Lightwave 3D existieren Raytracer wie Real 3D (seit 2007 nicht mehr weiterentwickelt) und Cinema4D (bis heute für PC und macOS auf dem Markt), die erstmals auf dem Amiga debütierten.

Digitalkunst durch Demos

Programme wie Deluxe Paint und die Tracker brachten Jugendliche also dazu, selbst kreativ zu werden. Im Dunstkreis der Cracker-Szene, die primär damit beschäftigt war, den Kopierschutz aus Spielen zu entfernen, um sie auf dem Schulhof und auf Crackerpartys tauschen zu können, entstand bereits zu 8-Bit-Zeiten eine hochkreative Demo-Szene.

Die Szene breitete sich mit den Möglichkeiten des Amiga weiter aus. Bis heute messen sich Coder und Künstler in verschiedenen Wettbewerben und für verschiedene Systeme, wer die besten Demosequenzen entwickelt. Aufsehen sorgte 1992 Spaceballs – State of the Art – wohlgemerkt: Das lief auf einem Amiga 500 mit 1 MByte Hauptspeicher und passte auf eine Diskette. Eine Übersicht an Amigademos zum Durchklicken findet man im Amiga-Demoszene-Archive.

Auch wenn Commodore durch viele strategische Fehler und angesichts der Übermacht von Windows und Co. 1994 Konkurs ging und der Amiga ein paar Jahre später vom Massenmarkt verschwand: Die digitale Kunst hat er eine Dekade lang durch die vorher so nicht dagewesenen Möglichkeiten beeinflusst wie kaum ein anderes System.
(Markus Will) /

(jk)

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